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Haushaltsdebatte: Keine Kürzung beim Unterhaltsvorschuss!

Haushalt-Debatte: Beim Unterhaltsvorschuss wird nichts gekürzt.

Berlin, 9. September 2026. Anlässlich der 1. Lesung des Familien-Etats im Bundestag am 10.9. lehnt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) die geplanten drastischen Einschnitte beim Unterhaltsvorschuss entschieden ab. Im Gesetzentwurf für den Bundeshaushalt 2027 ist der Ansatz für den Unterhaltsvorschuss um 400 Millionen von 1,3 auf 0,9 Mrd. gekürzt. Die Bundesregierung hatte in der Sommerpause angekündigt, den Unterhaltsvorschuss für 16- und 17jährige zu streichen. „Der Unterhaltsvorschuss muss weiter allen Kindern unter 18 zur Verfügung stehen, die sich nicht auf den Kindesunterhalt verlassen können“, fordert Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des VAMV. 

„Den Unterhaltsvorschuss zu streichen, wenn der Nachwuchs richtig teuer wird, trifft Alleinerziehende hart. 394 Euro weniger im Monat reißen eine riesige Lücke in die Haushaltskasse. Viele Alleinerziehende schreiben uns, dass sie nicht wissen, wie sie den Wegfall des Unterhaltsvorschusses finanziell auffangen sollen. Alleinerziehende haben gerade keinen Partner im Haushalt, der mit seinem Einkommen das Loch stopfen könnte. Gleichzeitig arbeiten Alleinerziehende mit 39 Prozent bereits deutlich häufiger in Vollzeit als Mütter in Paarfamilien mit 31 Prozent“, kritisiert Jaspers.

Bei Alleinerziehenden mit kleinen und mittleren Einkommen kann der Verlust des Unterhaltsvorschuss dazu führen, dass sie zu wenig Geld haben, um noch Kinderzuschlag und Wohngeld zu beziehen. Sie würden dann als Aufstocker*innen in die neue Grundsicherung rutschen. Das bedeutet nicht nur weniger Geld, sondern auch in die verschärften Sanktions-Androhungen des SGB II eingebunden zu sein.

„Als VAMV haben wir dazu aufgerufen, eine Protestmail an den Bundeskanzler und die Familienministerin zu schreiben – innerhalb weniger Tage haben über 6.000 Menschen mitgemacht und gefordert, statt den Unterhaltsvorschuss zu kürzen den Koalitionsvertrag umsetzen: Das Kindergeld nur hälftig auf den Unterhaltsvorschuss an-zurechnen und die Unterhaltsschuldner in die Verantwortung zu nehmen, statt diese auf dem Rücken ihrer Kinder zu entlasten!“, so Jaspers.

Info zur Protestmail-Aktion „Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss – nicht mit uns!“ 

 

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 1,7 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entsprechende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.

Berlin, 9. September 2026. Zur ersten Lesung des Familien-Etats im Bundestag am 10.9. lehnt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) die geplanten großen Einschnitte beim Unterhaltsvorschuss ab. Im Gesetzentwurf für den Bundeshaushalt 2027 wird der Betrag für den Unterhaltsvorschuss von 1,3 Mrd. auf 0,9 Mrd. reduziert. Die Bundesregierung hatte in der Sommerpause angekündigt, den Unterhaltsvorschuss für 16- und 17-Jährige zu streichen. „Der Unterhaltsvorschuss muss weiter allen Kindern unter 18 zur Verfügung stehen, die keinen Kindesunterhalt bekommen“, fordert Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des VAMV.

„Den Unterhaltsvorschuss streichen“ bedeutet: Der Staat gibt weniger Geld. Das trifft Alleinerziehende sehr, wenn die Kosten für die Kinder hoch sind. 394 Euro weniger im Monat schaffen große Lücken im Haushalt. Viele Alleinerziehende schreiben uns, dass sie nicht wissen, wie sie den Wegfall des Unterhaltsvorschusses finanzieren sollen. Alleinerziehende haben oft keinen Partner im Haushalt, der mit seinem Einkommen helfen könnte. Gleichzeitig arbeiten Alleinerziehende zu 39 Prozent Vollzeit. Mütter in Paarfamilien arbeiten zu 31 Prozent Vollzeit.

Bei Alleinerziehenden mit kleinem oder mittlerem Einkommen kann der Verlust des Unterhaltsvorschusses dazu führen, dass sie zu wenig Geld haben, um noch Kinderzuschlag und Wohngeld zu bekommen. Dann würden sie in die neue Grundsicherung fallen. Das bedeutet weniger Geld und strengere Regeln.

„Als VAMV haben wir dazu aufgerufen, eine Protestmail zu schreiben – an den Bundeskanzler und die Familienministerin. In wenigen Tagen haben über 6.000 Menschen mitgemacht und gefordert, statt den Unterhaltsvorschuss zu kürzen, den Koalitionsvertrag umzusetzen: Das Kindergeld wird nur halb auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet und die Unterhaltsschuldner müssen Verantwortung übernehmen, statt die Kinder zu belasten.“

Info zur Protestmail-Aktion „Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss – nicht mit uns!“ 

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 1,7 Millionen Alleinerziehenden. Er fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und passende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er setzt sich für verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.