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Keine Kürzung beim Unterhaltsvorschuss!

Unterhalts·vorschuss darf nicht gekürzt werden!

Berlin, 13.07.2026. Drastische Einschnitte beim Unterhaltsvorschuss lehnt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) entschieden ab. „Wir sind entsetzt über die Ankündigung von  Bundesfamilienministerin Prien, dass für Kinder ab 16 Jahren der Anspruch auf Unterhaltsvorschuss entfallen soll. Der Unterhaltsvorschuss muss weiter allen Kindern unter 18 zur Verfügung stehen, die sich nicht auf den Kindesunterhalt verlassen können“, betont Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des VAMV. „Ausgerechnet bei den Kindern zu sparen, die bereits das höchste Armutsrisiko unter den Familien haben, ist vollkommen inakzeptabel“, kritisiert Jaspers.

Prien hat am 12.7. gegenüber der Nachrichtenagentur KNA angekündigt, die Altersgrenze beim Unterhaltsvorschuss von 18 auf 16 Jahre abzusenken und gleichzeitig das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag zurückgenommen, die Kindergeldanrechnung auf den Unterhaltsvorschuss zu verbessern. Im Gesetzentwurf für den Bundeshaushalt 2027 ist der Ansatz für den Unterhaltsvorschuss bereits um ein Drittel von 1,4 auf 0,9 Mrd. gekürzt. Die Kosten des Unterhaltsvorschusses tragen zu 40 Prozent der Bund und zu 60 Prozent die Länder, die wiederum Teile der Kosten an die Kommunen weitergeben.

„Mit der Reform 2017 war ein substanzieller Ausbau des Unterhaltsvorschusses erfolgt. Dass die Zahl der Kinder, die vom Unterhaltsvorschuss profitieren, sich von 427.031 Kinder in 2016 auf 855.642 Kinder in 2024 fast verdoppelt hat, ist eine Erfolgsgeschichte: Der Anstieg zeigt, wie groß der Bedarf an Unterstützung ist“, unterstreicht Jaspers. „Für Alleinerziehende ist das eine massive Verschlechterung. Der Unterhaltsvorschuss beträgt für Jugendliche 394 Euro im Monat. Die schlechten Rückgriffsquoten machen wenig Hoffnung, dass Alleinerziehende erfolgreich den Unterhalt werden einfordern können. Für den Tankrabatt hat der Staat dieses Jahr problemlos ca. 1,6 Milliarden. Euro für eine Gießkannenleistung locker gemacht, während für eine zielgenaue Unterstützung wie den Unterhaltsvorschuss nicht genügend Geld da ist. Auf dem Rücken von Kindern zu sparen, ist schlicht unwürdig“, kritisiert Jaspers. „Und wir dürfen nicht vergessen: Auf der Gewinnerseite stehen die Unterhaltspflichtigen, die der Staat aus der Verantwortung entlässt, wenn mit dem Unterhaltsvorschuss auch der Rückgriff entfällt.“ 

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 1,7 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entsprechende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.

Berlin, 13.07.2026

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter heißt kurz: VAMV.

Der VAMV ist gegen die neuen Pläne der Bundes regierung.

Die Bundes regierung will den Unterhalts·vorschuss kürzen.

Kinder ab 16 Jahren sollen den Unterhalts·vorschuss nicht mehr bekommen.

Der VAMV sagt:
Das ist nicht richtig.
Was ist der Unterhalts·vorschuss?

Manche Kinder bekommen keinen Unterhalt.

Das bedeutet:
Ein Elternteil zahlt nicht genug Geld für sein Kind.

Dann hilft der Staat.

Der Staat zahlt den Unterhalts·vorschuss.
Was sagt der VAMV?

Daniela Jaspers ist die Bundes·vorsitzende des VAMV.

Sie sagt:

„Alle Kinder unter 18 Jahren müssen den Unterhalts·vorschuss weiter bekommen.

Denn viele Kinder brauchen dieses Geld.

Kinder von Alleinerziehenden sind besonders oft von Armut betroffen.

Darum darf der Staat gerade bei diesen Kindern nicht sparen.“
Was ist geplant?

Bundes·familien·ministerin Karin Prien hat neue Pläne vorgestellt.

Jugendliche ab 16 Jahren sollen keinen Unterhalts·vorschuss mehr bekommen.

Außerdem soll eine geplante Verbesserung nicht kommen.

Der Staat will auch weniger Geld für den Unterhalts·vorschuss ausgeben.
Warum ist das ein Problem?

Seit dem Jahr 2017 können mehr Kinder den Unterhalts·vorschuss bekommen.

Heute erhalten fast doppelt so viele Kinder diese Leistung wie damals.

Das zeigt:

Viele Familien brauchen diese Unterstützung.

Jugendliche können heute bis zu 394 Euro Unterhalts·vorschuss im Monat bekommen.

Dieses Geld würde vielen Familien fehlen.

Der VAMV sagt:

„Der Staat muss Kinder schützen.

Der Staat darf nicht bei Kindern sparen.

Eltern müssen für ihre Kinder Unterhalt zahlen.

Wenn sie das nicht tun, muss der Staat das Geld weiter zurückfordern.

Wer keinen Unterhalt zahlt, darf nicht besser gestellt werden.“