<p>AKTUELL UND KRITISCH</p>

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AKTUELL UND KRITISCH

Interessen von Familien, Kindern und Jugendlichen ins Zentrum der Aufarbeitung der Corona-Pandemie rücken

Interessen von Familien, Kindern und Jugendlichen stehen im Mittelpunkt, wenn man die Corona-Pandemie aufarbeitet.

Berlin, 14. April 2026. Die in der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF)
zusammengeschlossenen Verbände fordern, die Belastungen von Kindern, Jugendlichen und Familien während
der Corona-Pandemie sowie die zukünftige Vertretung ihrer Interessen in Krisenlagen stärker ins Zentrum der
Aufarbeitung zu rücken.

Im Rahmen ihrer heutigen Mitgliederversammlung fand ein sehr konstruktiver Austausch zwischen Ates Gürpinar,
MdB und Mitglied der Enquete Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige
pandemische Ereignisse“ und den Familienorganisationen statt. Aus Sicht der Familienorganisationen hat die
Pandemie zu erheblichen Belastungen für Familien geführt, die bis heute nachwirken. Viele Kinder und
Jugendliche haben durch die Pandemie wichtige Chancen für Lernen, Entwicklung und Teilhabe verloren, deren
Folgen bis heute u.a. in erhöhten psychischen Erkrankungsraten sichtbar sind. Gleichzeitig habe sich bei ihnen
und ihren Familien die Erfahrung verfestigt, dass ihre Interessen in politischen Abwägungsprozessen häufig
weniger Gewicht hatten als andere – insbesondere wirtschaftliche – Interessen.

Familien seien in der Pandemie in besonderem Maße belastet gewesen. Sie hätten aber auch zentrale Aufgaben
der Krisenbewältigung übernommen – von der Organisation von Betreuung und Bildung bis zur Stabilisierung des
Alltags unter schwierigen Bedingungen. Diese Rolle als Krisenmanager und gesellschaftlicher Stabilitätsanker sei
jedoch weder ausreichend anerkannt noch systematisch unterstützt worden.

Zugleich kritisierten die Verbände, dass es während der Pandemie an einer institutionellen Verankerung der
Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien in Krisenstäben und zentralen Entscheidungsgremien gefehlt
habe. Auch in Politik und Medien habe es nur wenige Stimmen gegeben, die damals diese Perspektiven mit
Nachdruck vertreten hätten. Die Familienorganisationen sehen eine umfassende und systematische Aufarbeitung
der Belastungen sowie der unzureichenden Berücksichtigung von Familieninteressen als notwendig an. „Wenn
aus der Pandemie ernsthafte Lehren gezogen werden sollen, müssen die Erfahrungen von Kindern, Jugendlichen
und Familien systematisch aufgearbeitet und politisch ernst genommen werden“, so die Verbände. „Eine
zukunftsfähige Krisenpolitik braucht die Perspektive von Familien – nicht am Rand, sondern im Zentrum.“

Ziel müsse es sein, gemeinsam mit Familien-, Senioren-, Kinder- und Jugendorganisationen konkrete
Empfehlungen zu entwickeln, die eine verbindliche und systematische Beteiligung dieser Gruppen in zukünftigen
Krisen sicherstellen. Dazu gehöre insbesondere, Kinderrechte sowie Beteiligungsrechte von Familien stärker in
krisenrelevanten gesetzlichen Regelungen zu verankern – etwa im Infektionsschutzgesetz und angrenzenden
Rechtsbereichen.

Die in der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) zusammengeschlossenen Verbände fordern, die Belastungen von Kindern, Jugendlichen und Familien während der Corona-Pandemie sowie die zukünftige Vertretung ihrer Interessen in Krisenlagen stärker ins Zentrum der Aufarbeitung zu rücken.
Heute trafen sich bei der Mitgliederversammlung Ates Gürpinar, MdB, und ein Vertreter der Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ mit den Familienorganisationen. Die Familienorganisationen sagen:Die Pandemie hat Familien stark belastet. Die Belastungen wirken bis heute nach. Viele Kinder und Jugendliche haben durch die Pandemie Chancen verloren, zum Lernen, zur Entwicklung und zur Teilhabe. Die Folgen sieht man heute noch an gestiegenen psychischen Erkrankungen. Gleichzeitig haben sich Familien oft benachteiligt gefühlt. Ihre Interessen hatten in politischen Abwägungen oft weniger Gewicht als andere, besonders wirtschaftliche Interessen.
Familien waren in der Pandemie besonders belastet. Sie mussten aber auch wichtige Aufgaben übernehmen, zum Beispiel Organisation von Betreuung und Bildung und Stabilisierung des Alltags. Als Krisenmanager und Stabilitätsanker wurden sie aber nicht ausreichend anerkannt oder unterstützt.
Die Verbände sagen zusätzlich: In der Pandemie gab es keine klare, feste Verankerung der Interessen von Kindern, Jugendlichen und Familien in Krisen-Stäben und in Entscheidungsgremien. In Politik und Medien gab es nur wenig Stimmen, die diese Perspektiven vertreten haben. Die Familienorganisationen finden, es muss eine umfassende und systematische Aufarbeitung der Belastungen geben. Und es müssen die Familieninteressen stärker berücksichtigt werden. „Wenn man aus der Pandemie wichtige Lehren ziehen will, müssen die Erfahrungen von Kindern, Jugendlichen und Familien systematisch aufgearbeitet und ernst genommen werden.“ Die Verbände sagen: „Eine zukunftsfähige Krisenpolitik braucht die Perspektive von Familien – nicht am Rand, sondern im Zentrum.“ 
Ziel ist: Gemeinsam mit Familien-, Senioren-, Kinder- und Jugendorganisationen konkrete Empfehlungen zu entwickeln. Diese sollen sicherstellen, dass diese Gruppen in zukünftigen Krisen verbindlich mitreden können. Dazu gehört, Kinderrechte und Beteiligungsrechte von Familien stärker in Gesetze zu verankern – zum Beispiel im Infektionsschutzgesetz und in verwandten Rechtsbereichen.