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Finger weg vom Unterhaltsvorschuss – massive Verschlechterungspläne inakzeptabel

Finger weg vom Unterhaltsvorschuss – Sehr schlechte Pläne sind nicht akzeptabel

Berlin, 17. April 2026. Pläne für drastische Einschnitte beim Unterhaltsvorschuss lehnt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) entschieden ab. „Wir sind entsetzt, dass ein Rückfall auf willkürliche Begrenzungen den Anspruch auf Unterhaltsvorschuss wieder einschränken soll. Die Deckelung auf 6 Jahre Bezug und eine Altersgrenze, wonach mit dem 12. Geburtstag der Anspruch entfällt, gehören weiter in die sozialpolitische Gruselkammer und nicht auf eine aktuelle Vorschlagsliste. Der Unterhaltsvorschuss muss weiter allen Kindern unter 18 zur Verfügung stehen, die sich nicht auf den Kindesunterhalt verlassen können“, betont Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV). 1 Milliarde Euro ausgerechnet bei den Kindern sparen zu wollen, die bereits im Vergleich zu Kindern in anderen Familien mit einem deutlich höheren Armutsrisiko leben müssen, ist vollkommen inakzeptabel“, kritisiert Jaspers.

Der Paritätische Gesamtverband hat gestern eine sozialpolitische Streichliste einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Kommunen an die Öffentlichkeit gebracht, die Vorschläge für Kürzungen für die Behinderten- sowie Kinder- und Jugendhilfe enthält. Dem Papier ist zu entnehmen, dass die kommunalen Spitzenverbände vorschlagen, die  Reform des Unterhaltsvorschuss von 2017 zurückzudrehen, da mit der Reform die Kosten und der Aufwand enorm angestiegen seien. Nach Presseberichten ist die Strichliste noch nicht geeint. 

„Mit der Reform 2017 ist ein substanzieller Ausbau des Unterhaltsvorschuss erfolgt. Dass die Zahl der Kinder, die vom Unterhaltsvorschuss profitieren, sich von 427.031 Kinder in 2016 auf 855.642 Kinder in 2024 fast verdoppelt hat, ist eine Erfolgsgeschichte: Denn der Anstieg zeigt, in welchem Ausmaß der Unterhaltsvorschuss vor 2017 durch die willkürlichen Beschränkungen bei Alter und Bezugsdauern unzureichend war. Wir appellieren an die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen, den Koalitionsvertrag umzusetzen, der eine Erhöhung des Unterhaltsvorschuss und eine Verbesserung des Rückgriffs verspricht und keinesfalls durch Einschnitte beim Unterhaltsvorschuss auf den Rücken von Kindern getrennter Eltern zu sparen“, fordert Jaspers.
 

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 1,7 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entsprechende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.

 

 

Berlin, 17. April 2026. Pläne für große Einschnitte beim Unterhaltsvorschuss lehnt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) entschieden ab. „Wir sind entsetzt, dass ein Rückfall zu willkürlichen Begrenzungen den Anspruch auf Unterhaltsvorschuss wieder einschränken soll. Eine Deckelung auf 6 Jahre Bezug und eine Altersgrenze, ab dem 12. Geburtstag der Anspruch entfällt, gehören in die soziale Gruselkammer und nicht auf eine aktuelle Vorschlagsliste. Der Unterhaltsvorschuss muss weiter allen Kindern unter 18 Jahren zur Verfügung stehen, die kein Kindergeld bekommen oder nicht den Kindesunterhalt bekommen können“, betont Daniela Jaspers, Bundesvorsitzende des VAMV.„1 Milliarde Euro an den Kindern sparen zu wollen, ist völlig inakzeptabel“, kritisiert Jaspers.
Der Paritätische Gesamtverband hat gestern eine Liste veröffentlicht. Sie stammt von einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Kommunen. Auf der Liste stehen Ideen, wie Geld gespart werden soll. Die Kommunen schlagen vor, die Reform von 2017 beim Unterhaltsvorschuss rückgängig zu machen. Die Kosten und der Aufwand seien zu groß. Die Liste ist noch nicht endgültig.
„Mit der Reform 2017 gab es einen großen Ausbau des Unterhaltsvorschusses. Die Zahl der Kinder, die davon profitieren, wuchs von 427.031 im Jahr 2016 auf 855.642 im Jahr 2024. Das ist gut. Es zeigt, dass früher zu strenge Beschränkungen beim Alter und der Bezugslaufzeit unfair waren. Wir bitten die Verantwortlichen in Bund, Ländern und Kommunen, den Koalitionsvertrag umzusetzen. Er verspricht eine Erhöhung des Unterhaltsvorschusses und bessere Rückgriffsrechte und soll nicht durch Einsparungen beim Unterhaltsvorschuss auf Kosten von Kindern getrennt lebender Eltern kippen“, fordert Jaspers.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 1,7 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und passende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er setzt sich für verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.