Elterngeld an die Lebensrealität von Familien anpassen
Elterngeld soll besser zu dem passen, wie Familien heute lebenBerlin, 15. Mai 2026. Die in der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) zusammengeschlossenen Verbände fordern zum internationalen Tag der Familie, die im Koalitionsvertrag angekündigte Reform des Elterngeldes bald umzusetzen. Dabei bestehe vor allem die dringende Notwendigkeit, den Kaufkraftverlust der Leistung mit den Lebensrealitäten von Familien wieder in Einklang zu bringen. Zudem müsse eine Väterzeit eingeführt werden, die Vätern bzw. zweiten Elternteilen zwei Wochen nach der Geburt zusteht.
Die AGF begrüßt, dass eine Reform des Elterngeldes im Koalitionsvertrag verankert ist. Entscheidend sei nun, dass eine substanzielle Erhöhung des Elterngeldes schnell umgesetzt wird. Sie betont, dass das Elterngeld seit seiner Einführung ein zentrales familienpolitisches Instrument zur Unterstützung junger Familien und zur Förderung einer partnerschaftlichen Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit ist. Jedoch sei die Höhe der Leistungen seit der Einführung 2007 mit einem Mindestbetrag von 300 Euro bzw. 1.800 Euro Höchstbetrag nicht angepasst worden, obwohl seitdem die kumulierte Inflation den ursprünglichen Kaufkraftwert deutlich reduziert hat – bis 2024 um 40,9 Prozent. Ein entsprechender Ausgleich würde die Untergrenze von 300 auf 423 Euro und die Obergrenze von 1.800 auf 2.535 Euro anheben. Ohne diese Anpassung verliere das Elterngeld angesichts steigender Lebenshaltungskosten zunehmend an Wirksamkeit.
Zudem sei es von großer Bedeutung, auch eine Väterzeit einzuführen, die Vätern bzw. zweiten Elternteilen sowie bei Alleinerziehenden einer Vertrauensperson zwei Wochen nach der Geburt zusteht. Damit würde dem entsprochen, dass die Beteiligung von Vätern an den frühen Kinderbetreuungs- und Erziehungsaufgaben von ihnen selbst und gesellschaftlich ausdrücklich gewünscht ist und dabei helfen, früh eine enge Vater-Kind-Beziehung aufzubauen. Zudem würde Deutschland damit dem Europäischen Vereinbarkeitspaket gerecht.
Zum internationalen Tag der Familie betonen die Familienorganisationen, dass das Elterngeld viele Familien nicht mehr in der Weise erreicht, wie es ursprünglich intendiert war. Um Wirkung zu erzeugen und das Elterngeld weiterhin als einen zentralen Baustein für Familien zu erhalten, fordert die AGF insbesondere:
- eine deutliche Anhebung der Elterngeld-Sätze, die mindestens die Verluste durch die Inflation ausgleicht,
- insbesondere eine Erhöhung des Mindestbetrags, um Familien mit geringen Einkommen zu erreichen,
- einen regelhaften Anpassungsmechanismus der Leistungen, um Kaufkraftverluste künftig zu vermeiden sowie
- die Einführung einer 14-tägigen Familienstartzeit.
Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen sagt zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai 2026: Die geplante Änderung beim Elterngeld soll schnell kommen. Das steht auch im Koalitionsvertrag. Familien brauchen mehr Unterstützung, weil viele Dinge teurer geworden sind. Das Elterngeld soll wieder besser zum Alltag von Familien passen. Außerdem sollen Väter oder zweite Elternteile nach der Geburt eines Kindes zwei Wochen frei bekommen können. Diese Zeit nennt man Väterzeit.
Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen findet es gut, dass die neue Regierung das Elterngeld ändern will. Jetzt müsse das aber schnell passieren. Vor allem soll das Elterngeld deutlich erhöht werden.
Die AGF erklärt: Das Elterngeld ist seit vielen Jahren eine wichtige Hilfe für Familien. Es unterstützt Eltern nach der Geburt eines Kindes. Außerdem hilft es dabei, dass sich beide Eltern die Arbeit und die Betreuung des Kindes teilen.Seit dem Jahr 2007 wurde das Elterngeld aber nicht erhöht. Der Mindestbetrag liegt noch immer bei 300 Euro. Der Höchstbetrag liegt bei 1.800 Euro. Inzwischen sind viele Dinge teurer geworden. Deshalb ist das Geld heute weniger wert.
Bis 2024 hat die Inflation die Kaufkraft um 40,9 Prozent verringert. Darum müsste das Elterngeld angepasst werden:
Der Mindestbetrag sollte von 300 Euro auf 423 Euro steigen.Der Höchstbetrag sollte von 1.800 Euro auf 2.535 Euro steigen. Ohne diese Änderung reicht das Elterngeld für viele Familien immer weniger aus.
Die AGF fordert außerdem eine sogenannte Väterzeit. Das bedeutet: Väter oder zweite Elternteile sollen nach der Geburt eines Kindes zwei Wochen frei bekommen können. Bei Alleinerziehenden soll auch eine vertraute Person diese Zeit nutzen können.
So können Väter oder andere Bezugspersonen das Baby von Anfang an mitbetreuen. Das hilft auch dabei, eine enge Beziehung zum Kind aufzubauen. Außerdem würde Deutschland damit europäische Regeln erfüllen.
Zum Internationalen Tag der Familie sagen die Familienverbände:
Das Elterngeld hilft heute vielen Familien nicht mehr so gut wie früher. Deshalb fordert die AGF:
Das Elterngeld soll deutlich erhöht werden.
Besonders Familien mit wenig Geld sollen mehr Unterstützung bekommen.
Die Höhe des Elterngeldes soll regelmäßig angepasst werden, damit es nicht wieder an Wert verliert.
Es soll eine Familienstartzeit von 14 Tagen nach der Geburt geben.