139.000 Unterschriften übergeben: Kein Rückschritt für Kinder beim Unterhaltsvorschuss!
139.000 Unterschriften gegen Kürzungen beim UnterhaltsvorschussBerlin, 23.06.2026. Zwei Tage vor der Entscheidung der Ministerpräsi-dent*innenkonferenz über mögliche Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss hat die Bundesgeschäftsführerin des Verbandes alleinerziehen-
der Mütter und Väter e.V. (VAMV), Miriam Hoheisel, heute fast 139.000 Unterschriften an Truels Reichardt übergeben, dem zuständigen Berichterstatter der SPD im Bundestag, sowie an Saskia Esken, Vorsitzende des Familienausschusses und Felix Döring, Mitglied im Familienausschuss. „Massive Verschlechterungen beim Unterhaltsvorschuss lehnen wir entschieden ab. Circa 139.000 Unterschriften sind ein starkes Signal, nicht auf dem Rücken von Kindern zu sparen“, mahnt Hoheisel. Der Vorschlag der Kommission „Effizienter Ressourceneinsatz“ sieht vor, dass Kinder künftig wieder nur bis zu ihrem 12. Geburtstag bzw. längstens sechs Jahre Unterhaltsvorschuss erhalten können.
„Alleinerziehende sind in großer Sorge, wie sie über die Runden kommen können, wenn die wichtige Reform des Unterhaltsvorschuss von 2017 tatsächlich rückgängig gemacht wird. Diese ist eine Erfolgsgeschichte: Die Zahl der Kinder, die vom Unterhaltsvorschuss profitieren, hat sich zwischen 2016 von 427.031 und 2024 auf 855.642 Kinder verdoppelt. Dieser Anstieg zeigt, in welchem Ausmaß willkürliche Beschränkungen bei Alter und Bezugsdauer Kinder vor 2017 vom Unterhaltsvorschuss ausgeschlossen haben! Der Unterhaltsvorschuss muss weiter alle minderjährigen Kinder unterstützen, die keinen Kindesunterhalt bekommen!“, betont Hoheisel.
Truels Reichardt erklärt: „Den Unterhaltsvorschuss einzuschränken ist einer der letzten Punkte, an die man bei den grundsätzlich ja notwendigen Spardebatten denken sollte. Es ist ungerecht, bei Kindern zu kürzen, die es besonders schwer haben. Kinder können nämlich nichts für ihre Eltern! Stattdessen müssen wir beispielsweise den Rückgriff im Unterhaltsvorschuss erhöhen. Es kann nicht sein, dass insbesondere Männer sich den Unterhaltszahlungen für ihr Kind verweigern, obwohl sie das Geld dafür hätten und dann der Staat einspringt. Diese Kürzungsfantasien auf dem Rücken von Kindern zeigen für mich erneut, dass Kinder besonderen Schutz durch die Verfassung brauchen. Kinderrechte gehören also unbedingt ins Grundgesetz."
„Statt beim Unterhaltsvorschuss zu kürzen, sollte die Bundesregierung diesen endlich stärken, wie im Koalitionsvertrag versprochen: Der Rückgriff soll verbessert und das Kindergeld wie beim Kindesunterhalt angerechnet werden, also nur zu 50 Prozent. Auf diese Verbesserung warten Alleinerziehende“, fordert Hoheisel.
Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 1,7 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entsprechende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.
Berlin, 23. Juni 2026
In zwei Tagen gibt es eine wichtige Entscheidung zum Unterhaltsvorschuss.
Heute hat Miriam Hoheisel fast 139.000 Unterschriften im Bundestag übergeben. Sie ist Bundesgeschäftsführerin vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV).
Die Unterschriften gingen an Truels Reichardt von der SPD. Außerdem bekamen sie Saskia Esken, die Vorsitzende des Familienausschusses, und Felix Döring, Mitglied des Familienausschusses.
Miriam Hoheisel sagt:
„Wir sind gegen Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss. Fast 139.000 Menschen haben unsere Petition unterschrieben. Das ist ein starkes Zeichen. Kinder dürfen nicht die Leidtragenden von Sparmaßnahmen sein.“
Eine Kommission hat vorgeschlagen, den Unterhaltsvorschuss einzuschränken. Danach sollen Kinder die Leistung nur noch bis zum 12. Geburtstag bekommen. Außerdem soll die Leistung höchstens sechs Jahre lang gezahlt werden.
Miriam Hoheisel sagt:
„Viele Alleinerziehende machen sich große Sorgen. Sie fragen sich, wie sie genug Geld für ihre Kinder haben sollen, wenn der Unterhaltsvorschuss gekürzt wird.
Die Reform von 2017 war erfolgreich. Im Jahr 2016 bekamen rund 427.000 Kinder Unterhaltsvorschuss. Im Jahr 2024 waren es rund 856.000 Kinder. Die Zahl der unterstützten Kinder hat sich also verdoppelt.
Das zeigt: Vor der Reform konnten viele Kinder die Leistung nicht bekommen. Der Unterhaltsvorschuss muss weiterhin allen Kindern helfen, die keinen Unterhalt von einem Elternteil erhalten.“
Truels Reichardt sagt:
„Beim Unterhaltsvorschuss zu sparen, ist nicht der richtige Weg. Es ist ungerecht, bei Kindern zu kürzen. Kinder können nichts dafür, wenn ein Elternteil keinen Unterhalt zahlt.
Wir müssen stattdessen dafür sorgen, dass unterhaltspflichtige Eltern häufiger für ihre Kinder zahlen. Der Staat sollte nicht einspringen müssen, wenn Eltern zahlen könnten, es aber nicht tun.
Kinder brauchen einen besonderen Schutz. Deshalb sollten Kinderrechte im Grundgesetz stehen.“
Miriam Hoheisel fordert:
„Die Bundesregierung sollte den Unterhaltsvorschuss nicht kürzen, sondern verbessern. Das hat sie im Koalitionsvertrag versprochen.
Außerdem sollte das Kindergeld beim Unterhaltsvorschuss nur zur Hälfte angerechnet werden. So ist es auch beim Kindesunterhalt.
Auf diese Verbesserungen warten viele Alleinerziehende.“
Über den VAMV
Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) setzt sich seit 1967 für Alleinerziehende ein.
In Deutschland gibt es rund 1,7 Millionen Alleinerziehende. Der VAMV vertritt ihre Interessen.
Der Verband setzt sich dafür ein, dass Einelternfamilien die gleichen Chancen und die gleiche Anerkennung erhalten wie andere Familienformen. Außerdem unterstützt der VAMV eine gute Zusammenarbeit von Eltern auch nach einer Trennung oder Scheidung.