<p>KLARE ARGUMENTE DAFÜR ODER DAGEGEN</p>

Positionen

KLARE ARGUMENTE DAFÜR ODER DAGEGEN

Impulspapier II zur Sozialstaatsreform

Zweites Papier: So kann der Sozial-Staat verbessert werden

Berlin, 13. Juli 2026. Die Kommission zur Sozialstaatsreform (KSR) hat einen ambitionierten Empfehlungskatalog vorgelegt: Der Sozialstaat soll einfacher, digitaler und effizienter werden. Ein solcher Reformprozess darf sich nicht auf schlankere Verwaltungsabläufe und damit verbundenen Kosteneinsparungen beschränken. Er muss sich daran messen lassen, ob Leistungen zukünftig tatsächlich besser bei Alleinerziehenden und ihren Kindern ankommen. 

Einelternfamilien sind überdurchschnittlich häufig auf Sozialleistungen angewiesen – häufig trotz Erwerbstätigkeit. Gleichzeitig zeigt sich bei ihnen besonders deutlich, wo das bestehende System nicht funktioniert: Anträge sind aufwändig, Leistungen zu niedrig und unzureichend aufeinander abgestimmt. 

In seinem Impulspapier nimmt der VAMV die Empfehlungen der KSR aus Sicht von Einelternfamilien unter die Lupe. Er zeigt, welche Reformempfehlungen Alleinerziehende tatsächlich entlasten können, wo die Vorschläge zu kurz greifen und welche Verbesserungen es darüber hinaus für Alleinerziehende und ihre Kinder im Sozialstaat braucht.

Aus Sicht des VAMV muss ein effizienter Sozialstaat Alleinerziehende und ihre Kinder tatsächlich vor Armut schützen. Dazu braucht es bedarfsdeckende Leistungen und ein stimmiges Zusammenspiel von Sozial- und Unterhaltsrecht. Der Unterhaltsvorschuss muss als eigenständige Leistung für alle Kinder von Alleinerziehenden erhalten bleiben und der Rückgriff bei den Unterhaltspflichtigen gestärkt werden. Es muss bei Sozialleistungen nicht nur die Anrechnung von Erwerbseinkommen und Unterhaltsleistungen für Kinder verbessert werden, damit sich mehr Arbeiten finanziell lohnt. Zugleich benötigen Alleinerziehende bedarfsgerechte und verlässliche Kinderbetreuung und familienfreundliche Arbeitsbedingungen, um ihren Weg in die finanzielle Eigenständigkeit gehen zu können.

Das vollständige Impulspapier steht unten zum Download bereit. 

Berlin, 13. Juli 2026.

Die Kommission für die Reform vom Sozial-Staat hat neue Vorschläge gemacht.
Der Sozial-Staat soll einfacher werden.
Menschen sollen Leistungen leichter bekommen.
Auch Computer und das Internet sollen mehr helfen.

Dabei darf es nicht nur darum gehen,
dass Behörden einfacher arbeiten und Geld sparen.
Wichtig ist:
Alleinerziehende und ihre Kinder müssen die Leistungen leichter bekommen.
Die Leistungen müssen ihnen auch wirklich helfen.

Alleinerziehende brauchen häufiger Sozial-Leistungen als andere Familien.
Das gilt auch für viele Alleinerziehende, die arbeiten.

Das heutige System hat viele Probleme.
Anträge sind oft kompliziert.
Viele Leistungen sind zu niedrig.
Außerdem passen die verschiedenen Leistungen oft nicht gut zusammen.

Der VAMV hat die Vorschläge der Kommission geprüft.
Der VAMV schaut dabei besonders auf die Situation von Alleinerziehenden.
Er zeigt:
Welche Vorschläge helfen?
Welche Vorschläge reichen nicht aus?
Und welche Änderungen außerdem nötig sind?

Der VAMV sagt:
Der Sozial-Staat muss Alleinerziehende und ihre Kinder vor Armut schützen.
Dafür müssen die Leistungen zum Leben reichen.
Außerdem müssen das Sozial-Recht und das Unterhalts-Recht gut zusammenpassen.

Der Unterhalts-Vorschuss muss für alle Kinder von Alleinerziehenden erhalten bleiben.
Eltern, die Unterhalt zahlen müssen, sollen stärker in die Verantwortung genommen werden.

Arbeit muss sich finanziell lohnen.
Deshalb müssen Einkommen aus Arbeit und Unterhalts-Zahlungen bei Sozial-Leistungen besser berücksichtigt werden.

Alleinerziehende brauchen außerdem eine gute und verlässliche Kinder-Betreuung.
Sie brauchen auch familienfreundliche Arbeits-Bedingungen.
So können sie ihren Lebensunterhalt besser selbst verdienen.

Das vollständige Papier können Sie unten herunterladen.