Alleinerziehende in der Corona-Pandemie – eine Potenzierung von Belastungen
Corona-Zeit macht den Alltag für Alleinerziehende noch schwerer.Berlin, 23.4.2026. Für das Fachgespräch „Schutz vulnerabler Gruppen und soziale Ungleichheit“ der AG 3 der Enquete-Kommission „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ des Deutschen Bundestages hat der VAMV eine Stellungnahme zur Situation von Alleinerziehenden in der Corona-Zeit veröffentlicht.
Die spezifische Mehrbelastung von Alleinerziehenden und ihre strukturellen Benachteiligungen hat die Coronapandemie noch verschärft: Lockdowns, das Einschränken von sozialen Kontakten, Schul- und Kitaschließungen haben die alltäglichen Herausforderungen und Existenzsorgen von Alleinerziehenden weiter potenziert. Der Spagat zwischen Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Homeschooling hat Alleinerziehende zudem an ihre körperlichen und gesundheitlichen Grenzen gebracht oder darüber hinaus. Gleichzeitig sind die Belange von Einelternfamilien bei der Ausgestaltung von Infektionsschutzmaßnahmen und Coronahilfen vielfach durchs Raster gefallen: Alleinerziehende waren anfangs von der Notbetreuung ausgeschlossen. Dabei führten Kontaktbeschränkungen zum Wegfall von informellen Unterstützungsnetzwerken, die für Alleinerziehende im Alltag von zentraler Bedeutung sind. Die anfänglichen Entschädigungen für Verdienstausfälle waren zu gering, um die Existenz von Familien mit geringen Einkommen abzusichern. Der Kinderbonus für Familien war für Alleinerziehende eine große Enttäuschung: Trotz voller Mehrbelastung haben sie nur den halben Bonus erhalten, da die andere Hälfte den Kindesunterhalt reduziert hat.
Eine Lehre aus der Coronazeit sollte sein, dass die Regierung mit Blick auf mögliche künftige Pandemien vorbeugend Konzepte entwickelt, um negative Folgen von notwendigen Pandemiemaßnahmen für besonders vulnerable Familien zu begrenzen, insbesondere für Alleinerziehende.
Das vollständige Stellungnahme steht unten zum Download bereit.
Berlin, 23. April 2026.
Der Deutsche Bundestag hat eine Kommission eingesetzt.
Die Kommission untersucht die Corona-Zeit.
Sie fragt:
Was ist gut gelaufen?
Was muss beim nächsten Mal besser werden?
Eine Arbeits-Gruppe der Kommission hat über den Schutz von besonders gefährdeten Menschen gesprochen.
Dazu hat der VAMV eine Stellungnahme geschrieben.
In der Stellungnahme geht es um die Situation von Alleinerziehenden in der Corona-Zeit.
Alleinerziehende hatten es in der Corona-Zeit besonders schwer.
Viele Probleme wurden noch größer.
Schulen und Kitas waren oft geschlossen.
Viele Menschen durften sich nicht treffen.
Deshalb fehlte vielen Alleinerziehenden Hilfe von Familie, Freunden oder Nachbarn.
Diese Hilfe ist für viele Alleinerziehende sehr wichtig.
Viele Alleinerziehende mussten gleichzeitig arbeiten,
ihre Kinder betreuen
und beim Lernen zu Hause helfen.
Das war eine große Belastung.
Viele waren körperlich und seelisch erschöpft.
Bei vielen Regeln in der Corona-Zeit wurden Alleinerziehende nicht genug berücksichtigt.
Am Anfang durften ihre Kinder oft nicht in die Notbetreuung gehen.
Manche Alleinerziehende konnten wegen der Kinder weniger oder gar nicht arbeiten.
Dafür bekamen sie Geld.
Dieses Geld reichte aber oft nicht zum Leben.
Auch der Kinder-Bonus war für viele Alleinerziehende enttäuschend.
Sie mussten ihre Kinder allein versorgen.
Trotzdem bekamen sie den Kinder-Bonus nicht vollständig.
Ein Teil wurde auf den Unterhalt angerechnet.
Der VAMV sagt:
Die Politik muss aus der Corona-Zeit lernen.
Für künftige Pandemien muss sie besser vorbereitet sein.
Besonders gefährdete Familien müssen besser geschützt werden.
Dazu gehören auch Alleinerziehende.
Sie können den vollständigen Text unten herunterladen.