Fachtagung: Einfacher, gerechter, kostengünstiger? Herausforderungen der Sozialstaatsreform aus der Perspektive Alleinerziehender am 6. Juni 2026 in der Jugendherberge Hagen (NRW)

Fachtagung: Wie kann der Sozialstaat einfacher, gerechter und günstiger werden? Thema: Welche Probleme und Wünsche haben alleinerziehende Menschen bei Veränderungen im Sozialstaat?

Die Kommission zur Sozialstaatsreform hat einen umfassenden Empfehlungskatalog für einen transparenteren, einfacheren und effizienteren Sozialstaat vorgelegt. Vorgesehen sind u. a. die Vereinheitlichung von Rechtsbegriffen, eine bessere Abstimmung von Leistungen sowie perspektivisch die Bündelung von Wohngeld, Kinderzuschlag und Leistungen nach dem SGB II und XII in einer integrierten Sozialleistung.

Alleinerziehende sind überproportional häufig auf den Sozialstaat angewiesen – oft trotz Erwerbstätigkeit. Schnittstellenprobleme zwischen den unterschiedlichen Rechtsbereichen sorgen derzeit dafür, dass Leistungen nur unzureichend bei Einelternfamilien ankommen. Reformen des Sozialstaats müssen strukturelle Voraussetzungen schaffen, die Armut von Alleinerziehenden und ihren Kindern zu verhindern und ihnen den Übergang in die finanzielle Eigenständigkeit erleichtern. 

Auf der geplanten Fachtagung wollen wir die Empfehlungen der Kommission zur Sozialstaatsreform aus der Perspektive von Einelternfamilien in den Blick nehmen, ihre möglichen Auswirkungen diskutieren und eigene tragfähige und armutsfeste Reformoptionen entwickeln.

Hauptvorträge:
Jörg Plewka, Leiter Referat „Wirtschaftliche und steuerliche Fragen der Familienpolitik im BMBFSFJ 

Dr. Maximilian Sommer, Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung 

Workshops zu den Themen:
•    rechtliche Harmonisierung des Begriffs „Alleinerziehend“
•    Kein Unterhaltsvorschuss mehr bei existenzsichernden Sozialleistungen
•    Leerstelle realitätsgerechtes Existenzminimum

Weitere Informationen zur Tagung, das Programm und die Anmeldung finden Sie unten in unserem Flyer.