Bundeshaushalt 2027: Ratschlag Kinderarmut fordert mit 71 Unterstützer*innen Investitionen gegen Jugendarmut
71 Organisationen und Personen fordern: Der Staat muss im Jahr 2027 mehr Geld ausgeben. Damit junge Menschen nicht arm sind.Berlin, den 27. Oktober 2026. Anlässlich der Beratungen zum Bundeshaushalt 2027 fordert der Ratschlag Kinderarmut in einem Appell mit 71 unterzeichnenden Organisationen und Einzelpersonen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft, die Zukunftschancen junger Menschen zu sichern und Jugendarmut wirksam zu bekämpfen.
Unter dem Titel “Nicht an der Zukunft sparen – Jugendarmut bekämpfen, Teilhabe sichern” warnt das Bündnis vor Einsparungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sozialreformen dürften nicht von Sparzwängen bestimmt werden. Ein starker Sozialstaat müsse junge Menschen schützen und ihnen Zukunftsaussichten eröffnen. Wer heute bei jungen Menschen spare, der gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt, demokratische Teilhabe und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.
Der Ratschlag Kinderarmut fordert in seinem Appell daher weitreichende Verbesserungen für Jugendliche und junge Erwachsene. Anstelle von Kürzungen im Bundeshaushalt, zum Beispiel beim Unterhaltsvorschuss, Wohngeld oder Kindersofortzuschlag, braucht es aus Sicht der Unterzeichner*innen endlich Investitionen in eine starke soziale Infrastruktur und armutsfeste Sozialleistungen.
Berlin, 27. Oktober 2026
Der Ratschlag Kinderarmut ist eine Gruppe von Organisationen.
Die Gruppe setzt sich gegen Armut bei Kindern und jungen Menschen ein.
Die Gruppe hat einen Aufruf geschrieben.
71 Organisationen und Personen unterstützen den Aufruf.
Die Organisationen und Personen kommen aus verschiedenen Bereichen.
Zum Beispiel aus der Wissenschaft.
Sie fordern:
Der Staat muss mehr gegen die Armut von jungen Menschen tun.
Alle jungen Menschen sollen gute Chancen für ihre Zukunft haben.
Die Politiker und Politikerinnen sprechen gerade darüber:
Wofür soll der Staat im Jahr 2027 Geld ausgeben?
Und wie viel Geld soll der Staat dafür ausgeben?
Der Ratschlag Kinderarmut sagt:
Der Staat darf nicht bei jungen Menschen sparen.
Der Staat muss junge Menschen vor Armut schützen.
Junge Menschen sollen überall mitmachen können.
Zum Beispiel in der Schule oder in ihrer Freizeit.
Und sie sollen gute Chancen für ihre Zukunft haben.
Wenn der Staat bei jungen Menschen spart,
dann kann das schlechte Folgen haben.
Zum Beispiel:
- Junge Menschen können nicht überall mitmachen.
- Die Menschen in Deutschland halten weniger zusammen.
- Die Zukunft von Deutschland wird schwieriger.
Deshalb fordert der Ratschlag Kinderarmut:
Der Staat muss mehr Geld für junge Menschen ausgeben.
Zum Beispiel für Beratungs-Stellen und andere Hilfs-Angebote.
Und für Geld-Leistungen für Menschen mit wenig Geld.
Die Geld-Leistungen müssen so hoch sein,
dass die Menschen davon leben können.
Der Staat darf diese Geld-Leistungen nicht kürzen.
Zum Beispiel:
- Den Unterhalts-Vorschuss. Das ist Geld für Kinder, wenn ein Eltern-Teil keinen oder zu wenig Unterhalt zahlt.
- Das Wohn-Geld. Das ist Geld vom Staat für Menschen, die wenig Geld für ihre Miete haben.
- Den Kinder-Sofort-Zuschlag. Das ist zusätzliches Geld für Kinder aus Familien mit wenig Geld.